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     Gheorghe Cernea ragt durch seine Beschäftigungen mit der rumänischen Folklore und Ethnographie als markanteste Persönlichkeit des Repser Gebietes hervor.

     Als unermüdlicher Forscher hat er die im Süden Siebenbürgens, vor allem im Kokel-Hohland gelegenen Dörfer erkundet und reiche Überlieferungen literarischen und musikalischen Volksguts gesammelt, von denen einige auch in bescheidenen Bänden erscheinen konnten, so etwa sein Debüt mit Floricele din jurul Cohalmului. Poezii populare din Ardeal (Blümchen aus der Umgebung von Cohalm. Volksdichtung aus Siebenbürgen). Bukarest 1929.
 
     Cernea hielt Vorträge über die Bedeutung der rumänischen Volksdichtung, veranstaltete ethnographische Ausstellungen in Sibiu / Hermnnstadt, F a garas / Fogarasch, Palos, gründtete im Bukarest der Zwischenkriegszeit eine Zeitung und eine Kulturgesellschaft, regte folkloristische Zusammenkünfte an, wirkte an Rundfunksendungen mit.
 
     Im Laufe seines Lebens sammelte er mehr als 8000 Objekte von ethnographischem Wert, mit der Absicht, in Sighişoara / Schäßburg ein Museum zu gründen. Es blieb ein Wunsch, dessen Verwirklichung durch den Krieg und das kommunistische Regime vereitelt wurde.
 
    Seine Verdienste wurden von Vertretern der rumänischen Kulturelite wie Nicolae Iorga, Tiberiu Brediceanu, Octav Sulutiu gewürdigt.