Română (România)English

     Zu den prachtvollsten Bräuchen des Übergangs im Lebenskreis zählt im Repser Ländchen die rumänische Hochzeit mit Reitern. Es handelt sich um mehrere, mit einander verflochtene rituelle Vorgänge von besonders komplexer Bedeutsamkeit. Diese Hochzeit macht alle Mitglieder der Gemeinschaft zu Mitwirkenden; sie besteht aus einer Abfolge von Szenen, welche die Kommunikation und die Annäherung zwischen den Mitgliedern und Anverwandten der neu gegründeten Familie sichern. 
 
     Die Hauptaktanten: der Bäutigam, die Braut mit ihrem Kopfputz aus Pfauenfedern, der Trauzeuge, die Trauzeugin, die Einlader, der Fahnenträger, die berittenen Burschen, die Frauen, welche die Mitgift in die Hochzeitstruhe legen, sie alle spielen innerhalb des zeitlich und räumlich bestimmten Zeremoniells eine symbolische Rolle, die von der festen Ordnung tradiditionsgebundener Normen vorgegeben ist. Diese Regeln sind Ausdruck symbolischer Regelungsmechanismen der traditionellen Mentalität, ihre Aufgabe bestand darin, für die Lebensfähigkeit und die Fortdauer der dörflichen Gemeinschaft zu sorgen.