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     Der Wohnraum der Sachsen im Repser Ländchen weist eine spezifische morphologische Typologie, eine eigene Ästhetik und unverwechselbare identitäre Zeichen auf. In der Anordnung der bemalten Möbel im Raum nahm das hohe Bett den dominanten Platz ein. Dort häuften sich dekorativ bestickte Haustextilien.
 
    Zum einheitlichen Ganzen kamen noch Teller und Tonkrüge an langen Wandrahmen, der Tisch mit Tischlade, der Schüsselkorb hinzu. Dies alles verweist auf eine ländlich traditionelle Wohnkultur, welche durch Jahrhunderte weiter gegeben wurde. Gleichzeitig widerspiegelte diese Wohnkultur in symbolischer Form das soziale und wirtschaftliche Ansehen der Familie.
 
    Es handelte sich um einen privaten Umkreis mit gestickten Sinnsprüchen auf Wandbehängen, um Textilien mit moralisierenden Texten, um einen Kreis, wo die sächsische Familie protestantischen Glaubens sich in ihrem Verhältnis zu Gott harmonisch wiederfand.