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     Archäologische Ausgrabungen in Drăuşeni / Draas bestätigen die Annahme, dass es dort schon vor dem 18. Jahrhundert Töpfer gegeben hat. Die gefundenen Scherben stammen von unglasierten Gefäßen aus rot gebranntem Ton, aber auch von grün glasierten Gefäßen, die im Haushalt gebraucht wurden. 
 
    Die bestdokumentierte Zeitperiode der Tätigkit der Draaser sächsischen Töpfer liegt zwischen 1730 bis 1850. Sie war zugleich die Zeit des Höhepunktes ihres kunsthandwerklichen Könnens. Typisch für die Draaser Keramik sind barocke Blumenmotive in Kobaltblau, die mit Hörnchen oder Pinsel auf die gelblichweiße Engobe aufgemalt wurden.
   
    Dann folgten das Auftragen einer durchsichtigen Glasur und das oxidierende Brennen im Ofen. Diese Motive finden sich vor allem auf den großen Weinkannen der Nachbarschaften, auf Krügen, Tellern und Ofenkacheln, die zur Inneneinrichtung traditioneller sächsischer Wohnungen gehörten.